ich finde, unser ego kann man gut mit der raupe nimmersatt vergleichen.

denn auch für unser ego ist es nie genug. nie gut genug, nie sicher genug. es besitzt nie genug und weiß nie genug.

immer wieder müssen wir feststellen, dass es nur kurzfristig satt wird. schon taucht – wie aus dem nichts – ein neuer hunger auf, auf mehr davon oder auf etwas anderes, etwas noch besseres.

vielleicht erhoffen wir uns ja insgeheim, irgendwann einmal einen schmetterlingsgleichen zustand der unbeschwertheit und leichtigkeit zu erreichen? irgendwann einmal glückselig durchs leben zu gleiten, unbekümmert von dem, was gestern war, oder morgen sein wird?

das vertrackte daran ist natürlich: dafür müsste unsere ego-raupe endlich aufhören, sich immerzu mit neuem voll zu stopfen, und sich bereitwillig in einen zustand der metamorphose begeben, um sich dann ein für alle mal aufzulösen.

wie wir schon aus dem kinderbuch wissen, geschieht das für die raupe nimmersatt aber erst, wenn es eben soweit ist … ; )

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