unfassbar, wie viele „ich sollte“ mir permanent durch meinen kopf geistern:

„ich sollte“ echt mal über dem problem stehen, viel gelassener mit der situation umgehen!

„ich sollte“ mir mehr mühe geben, sonst wird das nie was!

„ich sollte“ mich mehr bewegen!

„ich sollte“ weniger/gesünder/achtsamer essen!

„ich sollte“ aufräumen!

„ich sollte“ mich bei so und so mal wieder melden!

„ich sollte“ aufhören, das geld ständig für so unwichtigen kram auszugeben!

„ich sollte“ mehr selbstdisziplin haben!

„ich sollte“ endlich weniger „sollen“, und mein leben mehr genießen!!!

all diese verschiedenen „ich sollte“ sind nichts anderes als uralte konditionierungen. glaubenssätze, die mir von frühester kindheit an suggeriert und antrainiert wurden. ich habe sie damals unwissentlich geschluckt und assimiliert. wohlwissend, wenn ich ihnen nicht gehorche, droht mir liebesentzug oder sonst eine strafe. ich habe sie über die jahre hinweg zu ‚meinen‘ gemacht, ohne es überhaupt zu merken. aber kein einziges dieser „ich sollte“ gehört zu meinem ursprünglichen wesen!

je mehr ich sie nun entlarve, hinterfrage und vielleicht sogar abstreife, desto freier fühle ich mich plötzlich wieder. werde wieder du zu dem unschuldigen kind, das ich einmal war. und desto mehr spaß habe ich wieder am „genau so sein wie ich eben gerade bin“.

denn da ist überhaupt nichts falsches dran … bis zu dem moment, wo so ein nerviger „ich sollte“ gedanke mir wieder etwas anderes weismachen möchte.

aber – fast in sherlock holmes manier – werde ich mit jedem tag besser im entlarven ; )

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